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Partnerschaft mit Musik besiegelt

Konzert in Vassy

 

 

Der Europa-Gedanke steht bei den Beteiligten über allem: Triefenstein und Vassy in der Normandie sind auf dem Weg zur Gemeinde-Partnerschaft. Die Musikkapelle Lengfurt und der französische Musikverein "L'Harmonie des Fanfares" haben gemäß Martin Luthers Zitat "Wer sich die Musik erkiest, hat ein himmlisch Gut gewonnen" das alles schon umgesetzt.

 

 

 

Blaue und schwarze Hemden bunt gemischt: In der Kirche Saint Pierre Maubant spielten die Lengfurter Musiker und die Musiker aus Vassy ein gemeinsames Konzert. Musikalisch nahmen sie dabei vorweg, was die Gemeinden seit längerem planen: eine Gemeinde-Partnerschaft.

Am Ostersonntag spielten die Musiker ein gemeinsames Konzert in Vassy. Triefensteins Bürgermeister Norbert Endres und der MKL-Vorsitzende Bruno Hock hatten die Kontakte aus dem Vorjahr ausgebaut. Knapp 1000 Kilometer einfache Fahrstrecke waren kein Hindernis und das Osterfest der ideale Termin. Und so wurden für 25 Musiker der MKL-Tonträger plus zehn Musiker des großen Orchesters und die Begleiter Gasteltern gesucht.

Die Auswahl der Gastfamilien hatten die Verantwortlichen in Vassy übernommen - und dabei neben dem Alter auch die Instrumente berücksichtigt. So fanden sich 35 passende Gastgeber, quasi "registergerecht".

 

Bei der Anreise hatte man in Paris Station machen müssen, was von der Mehrheit zum Besuch von Euro-Disney, von den anderen für einen Besuch der Stadt genutzt wurde. Nach der Übernachtung in der Nähe von Paris fuhr man weiter nach Vassy, nicht ohne ein Lied unter Leitung von Jessica Thamm einzuüben, das man vortragen wollte. Im Bus wechselten dazu die weiblichen Sänger alle auf eine Seite, die männlichen auf die andere: Schlagseite wie bei einem Kreuzfahrtschiff war gottlob unmöglich. Das Lied "Vois sur ton chemin" aus dem Film "Die Kinder des Monsieur Mathieu" hatte schon der Projektchor der Lengfurter Liedertafel im Konzert vorgestellt, einige der Sängerinnen sind auch aktive Musiker in der MKL. Und als man bei der Generalprobe dann dieses Lied auf dem letzten Autobahn-Rastplatz vor Caen draußen intonierte, hielten Autos an, die Leute blieben stehen und applaudierten.

 

Gleich nach der Ankunft in Vassy gab es einen Empfang durch den Bürgermeister Michel Roca, nebst kleinem Imbiss und anschließender Besichtigung des Ortes.

Nach dem Ostergottesdienst am Sonntagvormittag in der Kirche Saint Pierre Maubant ging es nach dem Mittagessen in den Familien an die Proben. Dies war am Vortag nicht möglich gewesen, da die Instrumente dem Verein "L'harmonie des Fanfares" gehören und unter Verschluss aufbewahrt werden. Bemerkenswert ist, dass die musikalischen Interessen des Vereins ähnlich wie bei der MKL die "symphonische Blasmusik" ist, und nicht nur Dirigent Andreas Emmert stellte fest, dass die Musikstücke der "L'harmonie" ähnliches Niveau wie die der MKL haben. Ab 14 Uhr gab es die erste gemeinsame Probe, und um 15.15 Uhr war bereits Konzertbeginn. Es sind wohl alles sehr begabte Musiker, denn das Konzert war ein voller Erfolg. Leidenschaftlich aktiv ist dabei Yves Cadet, seit 38 Jahren mit viel Herzblut Chef der "L'harmonie", der an diesem Tag obendrein auch noch Talent bewies beim stetigen Umarrangieren der Konzertreihenfolge.

 

Gespielt wurden vier Stücke der MKL, vier Stücke durch L'harmonie, und dann vier Stücke gemeinsam. Da gruppierten sich die jeweiligen Instrumente untereinander zusammen, da wechselten die Hemdfarben blau und schwarz sich bunt einander ab, tief gestaffelt sitzend in der schmalen Kirche, mit 70 Musikern und mit der Herausforderung an den Dirigenten Andreas Emmert. Und dazu "L'harmonie"-Dirigent Nicola, der Militärmusiker in Paris ist und wöchentlich einmal 350 Kilometer nach Vassy zu den Proben fährt.

Es trat noch ein Kinderchor aus Vassy auf, unter Leitung einer Musiklehrerin aus Caen. Die über 300 Besucher waren begeistert, es wurde gemeinsam gesungen und die Europahymne gespielt, und zum Abschluss gab es das auf der Hinfahrt geprobte französische Lied.

Ohne eine kleine Information und Diskussion über die Schulsysteme und Ferienzeiten beider Länder am nächsten Morgen ließ Bürgermeister Roca die Gäste nicht gehen.

 

Beide Bürgermeister, Michel Roca und Norbert Endres bedankten sich bei den Verantwortlichen der beiden Musikkapellen, Yves Cadet und Bruno Hock. Für beide Bürgermeister war und ist es ein großes Anliegen, dass die Jugend beider Länder sich näher kommt und versteht - in diesem Fall gelungen. Eine Einladung für das kommende Jahr steht bereits. Auf der 13-stündigen Heimfahrt, diesmal über Belgien, haben die Musiker schon erste Ideen für den Gegenbesuch entwickelt.

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