+++  Kunst im Triefensteiner Rathaus  +++     
     +++  Gemeinderatssitzung am 12. Dezember  +++     
     +++  Gedenkfeiern in Triefenstein  +++     
     +++  Gemeinderatssitzung am 21. November  +++     
     +++  Protokoll der Herbst-Bürgerversammlung  +++     
 
Link verschicken   Drucken
 

Kunst im Triefensteiner Rathaus

Triefenstein, den 04.12.2017
Zweite Runde mit der Künstlerin Linda Schwarz

 

Triefenstein – Im Rahmen der Reihe „Kunst im Rathaus“ zeigt die Triefensteiner Künstlerin Linda Schwarz ab der kommenden Woche ihre Werke.

 

Zur Vernissage am

Dienstag, 12. Dezember, 18:30 Uhr

im Rathaus I, Rathausstraße 2, Triefenstein-Lengfurt

 

sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen!

 

Die Ausstellung ist die zweite einer ganzen Reihe. Auf Initiative von Bürgermeister Norbert Endres und Geschäftsleiter Nicolas Lahovnik soll Triefensteiner Kunst im öffentlichen Raum noch stärker erlebbar, die heimische Kultur einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich und gleichzeitig die vermeintlich grauen Behördenräume zu einem Ort der Begegnung werden. Auf eine diese Woche zu Ende gehende Ausstellung von Johann Nußbächer folgt nun eine Ausstellung von Linda Schwarz, ab Frühjahr stellt dann Elvira Lantenhammer aus.

 

Zur Ausstellung von Linda Schwarz:

 

Ereignisse sind flüchtig und Papier geduldig - und wie alt sind eigentlich Zeitungen schon am nächsten Tag?

Wie wenig oder sehr das stimmt, ist individuell unterschiedlich und Thema einer Serie von Arbeiten, die innerhalb der letzten Jahre aus Headlines tagesaktueller Zeitungen, wie Main Post, Main Echo, Süddeutsche Zeitung entstanden sind.

 

„Einmal am Tag NEIN sagen“

Fasziniert von Buchstabenfolgen und Notentexten und der graphischen Dynamik, mit der diese als Träger von sprachlichen und musikalischen Bedeutungen erscheinen, macht Linda Schwarz Worte und Noten zu den Protagonisten ihrer druckgraphischen Kreationen, die sie neuerdings auch auf das Medium Leinwand, Holz und Aludibond ausdehnt. Der Fundus, aus dem sie schöpft, umfasst historische Archivalien ebenso wie Aktuelles aus der Tagespresse, längst verhallte und immer noch gesprochene Dichterworte bis hin zu Alltags-Weisheiten.

Mittels experimenteller Druckverfahren, der Anwendung von Foto‑, Transferlithographie und Fotogravure, teilweise kombiniert mit Collage und Tuschmalerei, huldigt Linda Schwarz auf stets erlesenem Papier der Zeitlosigkeit einer zu bewahrenden Poesie. Sie spielt mit den Symbolen des modernen Menschen, stellt Bedeutungszeichen des Gestern neben die des Heute, um schließlich auf ästhetisch-visueller Ebene unverändert Gültiges aufscheinen zu lassen. Mit ihren Unikatdrucken überwindet die Künstlerin dabei en passant die Grenzen der Druckgraphik als reiner Reproduktionstechnik.

Lassen Sie sich überraschen, denn die Kunstwerke haben eine Doppelansicht. Details die am Tage in Farbe zu sehen sind, leuchten des Nachts durch fluoreszierende Pigmente.

Die Wände des Rathauses bieten nun eine Inspirationsquelle....Verweilen Sie... der Karteikasten „SCHWARZ auf Weiß“  - mit unbeantworteten Fragen und Statements verkürzt die Wartezeit im Rathaus:

„Echte Einlassung ist das Allertollste, oder?“

„Das WEG ist das Ziel!“

„Würden Sie gerne Ihr Leben der Kunst der Perfektionierung des Entkommens widmen?“

„Wie groß ist Ihr Couch-Bonus?“

„Ist ZICKZACK interessanter als geradeaus?“

„Gibt es eine Landkarte mit den Traumstraßen zu den Sehnsuchtsorten?“

 

Die Künstlerin:

 

Linda Schwarz (geb. 1963) studierte in Stuttgart, an der HdK Berlin und als Stipendiatin des Evangelischen Studienwerkes an verschiedenen Hochschulen der USA. Ein Jahr arbeitete sie bei der renommierten Kunstdruckerei ULAE (New York), u.a. mit Robert Rauschenberg und Jasper Johns. Schwarz verwendet und entwickelt neue experimentelle Drucktechniken, die sie mit konzeptionellen Bildgegenständen wie Schriftzeichen oder Handschriften von Musik und Literatur verbindet. Seit 1999 lebt Linda Schwarz mit ihrer Familie auf Schloß Homburg bei Würzburg.

 

Linda Schwarz ist im Gründungsteam (mit Johannes Follmer von der Papiermühle Homburg und Martha Schubert-Schmidt) der Sommerakademie Homburg. Jedes Jahr kommen bis zu 100 Teilnehmer aus ganz Europa nach Triefenstein.

 

Als Grenzgängerin zwischen Europa und Amerika zeigt sie sich Texttraditionen Friedrich Hölderlins oder dem musikalischen Erbe Johann Sebastian Bachs ebenso verbunden, wie sie Produkte unserer Industriegesellschaft und tagesaktuelle Schlagzeilen in ihre Arbeit einfließen lässt. Dabei schlägt die ausgeprägte Experimentierfreude der in Stuttgart geborenen Künstlerin auch in handwerklich-technischer Hinsicht einen weiten Bogen von der Buchdrucktradition Gutenbergs bis zur Anwendung neuester fotografischer Methoden und nachtleuchtender Malmittel. Experimentelle Unikatdrucke, die Verwendung spezieller Papiere und ungewöhnliche Leinwandbehandlung versprechen im Zusammenspiel mit sensibler Komposition und konzeptioneller Strenge vielschichtige ästhetische Erfahrungen.

 

Ihre Arbeiten sind in privaten und öffentlichen Sammlungen des In- und Auslands vertreten, u.a.:

Graphische Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart, Neuer Berliner Kunstverein, Staatliche Museen zu Berlin – Kupferstichkabinett, Museum Brandhorst München, The Minneapolis Institute of Arts, Minneapolis, The New York Public Library, New York, Brooklyn Museum – New York, Milwaukee Art Museum, Milwaukee, Busch-Reisinger Museum Cambridge/ Harvard, Boston, Boston Museum of the Arts, Boston, Baltimore Museum of Fine Arts, Baltimore, Steinberg Museum - Washington University Museum, St. Louis, Faulcorner Gallery, Grinell, Hallmark Art Collection, Kansas City, Davis Museum and Cultural Center at Wellesley College, Massachusetts.

 

 
VERANSTALTUNGEN
 

Nächste Veranstaltungen:

16.12.2017 - 15:00 Uhr
 
16.12.2017 - 19:00 Uhr
 
16.12.2017 - 19:00 Uhr
 
 
 
FACEBOOK