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Wildschaden


Allgemeine Informationen

Als Wildschaden wird der durch Wild verursachte Schaden an landwirtschaftlichen, gärtnerisch und forstwirtschaftlich genutzten Grundstücken bezeichnet. Schäden, die auf Wildunfällen beruhen, z.B. Kollision eines Fahrzeugs mit einem Wildtier, zählen hingegen nicht zu den Wildschäden.

 

Wildschäden sind zu ersetzen, wenn

  • der Schaden durch die gesetzlich bestimmten Wildarten (Schalenwild, Wildkaninchen oder Fasanen) verursacht wurde und
  • die betroffenen Grundstücke zu einem Jagdbezirk gehörden (Ausnahme: keine Ersatzpflicht, wenn auf den Flächen die Jagd ruht oder dauerhaft nicht ausgeübt werden darf, z.B. befriedete Bezirke).

Ersatzpflicht für Wildschäden an Grundstücken, die zu einem gemeinschaftlichen Jagdbezirk gehörden, ist grundsätzlich die Jagdgenossenschaft. Diese kann jedoch die Ersatzpflicht im Jagdpachtvertrag auf den Jagdpächter übertragen und ggf. dessen Ersatzpflicht z.B. auf Schäden, die durch weitere Wildarten verursacht werden, ausweiten. Die Ersatzpflicht der Jagdgenossenschaft bleibt jedoch bestehen, soweit der Geschädigte Ersatz von dem Pächter nicht erlangen kann.

 

Wird bei Eigenjagdbezirken das Jagdausübungsrecht verpachtet, so richtet sich die Schadensersatzpflicht des Jagdpächters gegenüber dem Eigentümer, der seine Flächen selbst bewirtschaftet, grundsätzlich nach der zwischen dem Jagdausübungsberichtigten und Eigentümer getroffenen Vereinbarung. Sofern nichts anderes bestimmt ist, haftet der Jagdpächter für den durch unzulänglichen Abschuss verschuldeten Schaden.

 

Die Schadensersatzplciht erstreckt sich auf Wildschäden z.B. an,

  • aufstehenden Feldfrüchten (Feldfrüchte zwischen Saat und Ernte)
  • abgeernteten, jedoch nicht nicht eingebrachten Feldfrüchten
  • Verbissschäden an jungen Waldpflanzen (Berbiss der Gipfel- und Seitenknospen)
  • Wühlcschäden beim Umbrechen des Waldbodens und Zaunschäden beim Durchbrechen von Kulturzäunen durch Schwarzwild
  • Ausscharren von Pflanzen und Samen und Utnerwühlen des Waldbodens durch Wildkaninchen

Die Ersatzpflicht von Wildschäden entfällt z.B. bei Weinberger, Gärten oder Forstkulturen, die durch Einbringen anderer als der im Jagdbezirk vorkommeden Hauptholzarten einer erhöhten Gefährdung ausgesetzt sind, wenn die Herstellung von üblichen Schutzvorrichtungen unterblieben ist.

 

Der Ersatzpflichtige hat den zustand wieder herzustellen, der bestehen würde, wenn der zum Ersatz verpflichtende Umstand nicht eingetreten wäre. Grundsätzlich ist SChadensersatz im Wege der Naturalrestitution auszugleichen (z.B. Einebnen von Erdaufwürfen auf einer durch Schwarzwild aufgeühlten Wiese und Nachsäen der geschädigten Stellen). Der Geschädigte kann statt des Naturalersatzes den zur Wiederherstellung erforderlichen Geldbetrag verlangen. Ersatzfähig sind neben dem unmittelbaren Schaden an dem Grundstück auch etwaige Folgeschäden sowie entgangener Gewinn.

 

Zuständige Stellen:

  • grundsätzlich Gemeiden
  • Bei Schäden an gmeindefreien Grundstücken:
    • wenn Grundstück einem Gemeinschaftsjagdrevier angegelider ist, die Gemeinde, in der das Gemeinschaftsjagdrevier liegt
    • im Übringen bei einer der angrenzenden Gemeinden

Falls sich Ersatzplichtiger und Geschädigte nicht über den Ersatz des Schadens einigen, kann der Geschädigte seinen Wildschaden gerichtlich erst geltend machen, wenn er diesen zuvor bei der zuständigen Gemeinde angemeldet hat. Die Gemeinde versucht, auf eine gütliche Einigung zwischen den Beteiligten hinzuwirken.

 

Kommt eine gütliche Einigung zustande, wird eine Niederschaft angefertigt, in der neben dem Ersatzberechtigten und dem Ersatzpflichtigen unter andrem die Höhe des Schadensersatzes anzugeben ist.

 

Kommt eine gütliche Einigung nicht zustande, hat die Gemeinde, wenn noch nicht geschehen, einen Wildschadensschätzer beizuziehen, der ein schriftliches Gutachten über den entstandenen Schadens erstellt. Auf Grundlage des Gutachtens erlässt die Gemeinde einen schriftlichen Vorbescheid, der den Ersatzberechtigten, den Ersatzpflichtigen sowie Höhe des Schadensersatzes gestestellt und eine Bestimmung über die Kostentragung enthält.

 

Verspätete oder offensichtlich unbegründete  Anträge auf Ersatz von Wildschaden weist die Gemeinde durch schriftlichen Zurückweisungsbescheid zurück.

 

Vorbescheid und Zurückweisungsbescheid können vor den ordentlichen Gerichten (zuständiges Amtsgericht) im Wege der Klage überprüft werden.

 

Die Klage ist binnen einer Notfrist von vier Wochen seit Zustellung des Bescheids zu erheben.

 

Die Niederschrift über die gütliche Einigung ist eine Woche, der Vorbescheid vier Wochen nach Zustellung vollstreckbar, sofern nicht fristgemäß Klage hiergegen erhoben wird.

 


Notwendige Unterlagen

schriftliche Anmeldung des Wildschadens oder zur Niederschrift bei der zuständigen Gemeinde


Ansprechpartner

Liegenschaften


Frau Meike von Pock
Zimmer A 5
Friedrich-Ebert-Straße 38
97855 Triefenstein OT Lengfurt
Telefon (09395) 970135
Telefax (09395) 970115
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