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Ein blühendes und fortschrittliches Gemeinwesen
Die Gemeinde
Lengfurt wurde erstmals im Jahr 1102 erwähnt. Sie stand bis 1556 unter Landeshoheit des Grafen von Wertheim. Lengfurt, das einst als
Schiffersiedlung entstand, war einmal der größte Weinort in der näheren Umgebung. Dies erkennt man an den heute zerfallenen
Weinbergsmauern in der Gemarkung Lengfurt und die heute zweckentfremdeten großen Weinkeller im Ort. Den Weinbau verdankte Lengfurt
hauptsächlich den Chorherren des Augustiner Chorherrenstifts Triefenstein. Sie trugen dafür Sorge, dass ihr Messwein in Lengfurter
Gemarkung gepflanzt wurde. Als eine Wende hin zur Industrie ist die Gründung des Zementwerkes am 8. Oktober 1899 anzusehen. Im
Frühjahr 1901 ging es in Betrieb. Die Bewohner Lengfurts zogen von der Zeit an die Arbeit in einem Betrieb der landwirtschaftlichen
Tätigkeit, besonders dem Weinbau, vor. Die Fernhandelstraße zwischen Flandern und Böhmen sowie die alte Poststraße,
die von Aschaffenburg nach Würzburg durch die Furt bei Lengfurt führten, brachten der Gemeinde erhebliche Bedeutung.
Napoleon ging durch diese Furt 1812 mit seiner großen Armee über den Main bei seinem Feldzug gegen Rußland. Queen Viktoria
von England passierte hier später den Main für einen Besuch des Schlosses Triefenstein.
Weitere Informationen über die einzelnen Ortsteile erhalten Sie in den Ortschroniken.
Die Lengfurter Chronik können Sie beim Markt Triefenstein für 22,- € erwerben.
Lengfurt heute
Lengfurt war bis zum Jahre 1978 eine stolze selbstständige Gemeinde und wurde ab 02.05.1978 im Zuge der Gebietsreform mit den Gemeinden
Homburg, Trennfeld und Rettersheim zum Markt Treiefenstein vereinigt und hat derzeit 1717 Einwohner. Lengfurt wurde Sitz der Verwaltung des
Marktes Triefenstein.
Im Jahr 1976 konnte eine Verbandsschule für 4 Ortschaften als Grund- und Teilhauptschule errichtet werden. In den letzten Jahren hat
die Süddeutsche Metall-Berufsgenossenschaft eine Bildungsstätte für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz errichtet. Mehrere
Tausend Mitarbeiter von Metallbetrieben aus Süd- und Mitteldeutschland werden hier jährlich in Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit
geschult.
Eine ganz besondere Leistung der Gemeinde war die Errichtung eines vorbildlichen Sportzentrums sowie die Errichtung eines beheizten
Freibades.
Lengfurt ist weit über die Grenzen hinaus bekannt geworden durch die Errichtung des schon zweimal erweiterten Campingplatzes
"Main-Spessart-Park", der zu den schönsten Campingplätzen Deutschlands und Europas gehört und von den Angehörigen
vieler Nationen gerne und immer wieder aufgesucht wird.
Im Jahre 1899 wurde als Gewerkschaft Wetterau eine Zementfabrik gegründet, die heute zu der Heidelberger Zement AG gehört.
Dieses Werk bietet vielen Menschen aus Lengfurt und Umgebung Arbeit und trägt zum wirtschaftlichen Aufschwung der Gemeinde bei.
Wahrzeichen Lengfurts ist die auf dem Marktplatz stehende Dreifaltigkeitssäule, der Wiener Pestsäule nachgebildet, aus dem
Jahr 1728, ebenso weithin bekannt wie die St. Jakobus Pfarrkirche aus dem Jahre 1613/14 mit ihrem bemerkenswerten Hochaltar und anderen
Kirchenschätzen.
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